Pressemitteilung -
Neue digitale Ortsnetzstationen: SH Netz treibt Modernisierung des Stromnetzes in Satrup voran
Netzbetreiber investiert seit 2022 rund 3,5 Millionen Euro in die Versorgungssicherheit. Große Teile des Mittel- und Niederspannungsnetzes bereits erneuert.
Neue Netzinfrastruktur schafft mehr Versorgungssicherheit: Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) schreitet mit der Modernisierung des Stromnetzes in der Ortschaft Satrup weiter gut voran. Seit der Übernahme der technischen Geschäftsbereiche vom E-Werk Satrup zum 1. Januar 2022 hat SH Netz umfassende Modernisierungsarbeiten am Stromnetz in der Gemeinde vorgenommen. Insgesamt wurden seitdem rund 3,5 Millionen Euro investiert.
„Große Teile der Mittel- und Niederspannungskabel im Ortskern haben wir bereits erneuert“, sagt Thorsten Jansen, technischer Leiter von SH Netz am Standort Süderbrarup. So wurden insgesamt fünf Kilometer Mittelspannungs- und 3,5 Kilometer Niederspannungskabel neu verlegt. „Damit wir die Versorgungssicherheit in Satrup langfristig erhöhen können, sind diese umfassenden Bauarbeiten notwendig.“
Aktuell liegt der Fokus auf dem Aufstellen neuer digitaler Ortsnetzstationen (digiONS). „Wir stellen derzeit eine neue digiONS auf dem Gelände der Amtsverwaltung“, sagt Sven Oppermann, Projektleiter für den Netzbau am Standort Süderbrarup von SH Netz. „Ebenso tauschen wir an der Mühlenstraße eine alte Station gegen ein digitales Exemplar aus.“ Allein für diese beiden Maßnahmen investiert SH Netz 175.000 Euro.
Digitale Ortsnetzstationen ermöglichen es SH Netz, die Stromversorgung der Haushalte und Gewerbebetriebe noch sicherer zu gestalten. Die Stationen ermöglichen eine Echtzeit-Überwachung des Stromnetzes durch die Zentrale Netzleitstelle von SH Netz. „Das macht unser Netz zuverlässiger, da so auf Störungen schnell reagiert werden kann. Aus der Netzleitstelle können frühzeitig Umschaltungen vorgenommen und Ausfallzeiten so verkürzt werden“, sagt Thorsten Jansen. Gleichzeitig macht die moderne Technik das Netz in Satrup bereit für zukünftige Herausforderungen. Durch den stetigen Ausbau Erneuerbarer Energien und dem zunehmenden Bedarf an Ladeinfrastruktur – etwa für Elektroautos – steigen die Anforderungen an die Netzstabilität und -effizienz. „Mithilfe der digiONS können die Schaltmeisterinnen und Schaltmeister der Netzleitstelle schnell auf Veränderungen von Lastflüssen oder Netzbetriebszuständen reagieren“, erklärt Jansen. In Satrup sind bereits sieben digiONS in Betrieb. Neben den beiden in Bau befindlichen Exemplaren wird derzeit das Aufstellen einer weiteren digiONS an der Straße Holmkjär geplant.
Eine besondere Aufgabe steht den Technikern an der Straße Wolleshuus bevor: „Dort befindet sich eine alte Betonmaststation auf einem Privatgrundstück, die bereits stillgelegt ist und nun zurückgebaut werden soll“, sagt Sven Oppermann. „Für den Abbruch ist mühsame Kleinstarbeit notwendig.“ Es müssen zunächst Bodenmatten ausgelegt werden, um die Standfestigkeit des Untergrunds zu gewährleisten und möglichst schonend zu arbeiten. „Der Mast wird dann per Schneidbrenner abgetrennt. Anschließend wird das elf Meter lange Konstrukt aus Beton und Stahl mithilfe eines 150-Tonnen-Kranes aus dem Garten, in dem die Station steht, gehoben“, sagt Sven Oppermann. Die Arbeiten sind für Anfang Mai geplant.
Als nächstes Projekt steht in Satrup die Modernisierung des Netzanschlusses für das Schulzentrum an. „Dabei soll im Zuge der dort geplanten Sanierungsarbeiten vorgegangen werden“, sagt Thorsten Jansen. „Außerdem werden wir für das Neubaugebiet Elkjär eine moderne Netzinfrastruktur aufbauen. Im Zuge der dortigen Straßenbauarbeiten werden wir neue Leitungen verlegen und digitale Ortsnetzstationen aufstellen“, so Jansen.
Themen
Kategorien
Regionen
Die HanseWerk-Gruppe
Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren über 100.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.
Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
Schleswig-Holstein Netz
Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.
SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.