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Batteriespeicher Bollingstedt (Copyright: ECO STOR)

Pressemitteilung

Boom bei Batteriespeichern: 2.700 Anschlussanfragen bei SH Netz mit 27.000 Megawatt Leistung

Antwort auf Speicherboom: ECO STOR und SH Netz zeigen wie Batteriespeicher schneller und ohne Stromnetzausbau angeschlossen werden können an Norddeutschlands größtem Batteriespeicher in Bollingstedt

Betreiber von Stromnetzen wie Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) stehen vor einer immer größeren Herausforderung: ständig wachsende Antragszahlen für Batteriespeicher, die angeschlossen und ins Netz integriert werden sollen. Derzeit liegen bei SH Netz rund 2.700 Anfragen vor mit einer Speicherleistung von rund 27.000 Megawatt (MW). Zum Vergleich: aktuell sind Verbraucher mit einer Spitzenleistung von rund 2.000 MW bei SH Netz ans Stromnetz angeschlossen. Mit einer technischen Premiere zeigen deshalb der Stromnetzbetreiber SH Netz und der Batteriespezialist ECO STOR erstmalig, wie man Batteriespeicher schnell und ohne großen Netzausbau mithilfe von Auslastungsmonitoring (ALM) und flexiblen Netzanschlussverträgen (FCA) ins Stromnetz integrieren sowie bereits vorhandene Netzkapazitäten für die Speicher nutzen kann. Denn Norddeutschlands größter Batteriespeicher in Bollingstedt kann zwar ausreichend Leistung zur Versorgung einer Stadt wie Neumünster bereitstellen, er stellt aber zugleich ganz neue Anforderungen an den Netzbetrieb.

„Batteriespeicher stellen für die Energiewende eine sehr große Chance dar, weil sie tageszeitliche Schwankungen der Erneuerbaren Energien ausgleichen und damit die Strompreise senken können“, sagt Benjamin Merkt, technischer Vorstand der SH Netz-Muttergesellschaft HanseWerk. „Gleichzeitig können Batteriespeicher durch ihre hohe Flexibilität helfen, Stromnetze effizienter zu betreiben und Erneuerbare Energien besser aufzunehmen. Mit dem starken Ausbau von Batteriespeichern steigen aber auch die Anforderungen an den lokalen Stromnetzbetrieb. Denn während sich Batteriespeicher wirtschaftlich überregional am Strommarkt orientieren, entsteht der Kapazitätsbedarf im Stromnetz lokal am jeweiligen Netzanschlusspunkt. Um vorhandene Netzkapazitäten möglichst effizient zu nutzen und zusätzliche Flexibilität zu schaffen, setzen wir deshalb auf intelligente Steuerungs- und Anschlusskonzepte.“

„Mit dem neuen Verfahren können Batteriespeicher deutlich schneller und effizienter an das Stromnetz angeschlossen werden. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Energiewende zu beschleunigen und gleichzeitig die vorhandene Netzinfrastruktur optimal zu nutzen. Entscheidend dafür ist nicht allein die Batterie selbst, sondern ihre vollständige Integration in den Netzbetrieb. Unser Speicher ist so ausgelegt, dass er innerhalb weniger Millisekunden auf Netzsituationen reagieren und bei Bedarf automatisch vom Netz getrennt werden kann. Diese enge Verzahnung von Speichertechnologie, Steuerungstechnik und Netzführung schafft die Grundlage dafür, bestehende Netzkapazitäten effizienter zu nutzen, Netzanschlüsse flexibler zu gestalten und neue Speicherprojekte deutlich schneller zu realisieren. Davon profitieren Netzbetreiber, Speicherprojekte und neue Stromverbraucher gleichermaßen“, sagt Ulrich Bürger, CTO von ECO STOR.

Insbesondere in Regionen mit starkem Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie gleichzeitig wachsendem Strombedarf durch Ladeparks, Rechenzentren oder Wärmepumpen wird die intelligente Nutzung der Netze immer wichtiger. Durch flexible Steuerung und neue Anschlusskonzepte können Batteriespeicher künftig deutlich besser in diese Netzstrukturen integriert und verfügbare Kapazitäten effizienter genutzt werden.

„Hierfür wollen wir über das sogenannte Auslastungsmonitoring bereits vorhandene Reservekapazitäten des 110.000-Volt-Netzes nutzen“, erläutert Lisa Hebenstreit, technische Geschäftsführerin bei SH Netz. „Diese Reservekapazitäten sind nötig, falls bei einem Fehler im Netz eine Überlastung des Netzes droht. Wir können sie aber für den Speicherbetrieb einsetzen, weil Batteriespeicher die Fähigkeit zur Schnellabschaltung haben und in wenigen Millisekunden vom Netz getrennt werden können.“

„Im Ergebnis stehen dadurch über 100 Megawatt Leistung im Netzgebiet Bollingstedt zur Verfügung, die der Speicher nach dem alten Netzanschlussverfahren dauerhaft blockiert hätte“, bilanziert Lisa Hebenstreit. „Diese Kapazitäten könnten wir jetzt anderweitig an Kunden vergeben. Durch das neue technische Verfahren in Kombination mit flexiblen Anschlussverträgen haben wir die Möglichkeit, mehr Einspeiser und Verbrauchskunden schneller an das Stromnetz anzuschließen und damit Kosten für Netzausbau zu vermeiden.“ Dies ist umso wichtiger, weil aufgrund der parallel wachsenden Bedarfe von Einspeiser, Ladeparks, Rechenzentren und Wärmepumpen zunehmend auch auf der Bezugsseite eine Konkurrenz um verfügbare Netzkapazitäten entsteht.


Auslastungsmonitoring (ALM): Durch das ALM besteht die Möglichkeit, Reserven im Hochspannungsnetz, die für Störfälle vorgehalten werden, optimal für den Regelbetrieb zu nutzen. Damit kann auf einfache Art und Weise – ohne Netzausbau - mehr eingespeister Grünstrom übertragen werden. So wird auf einem mit ALM ausgerüsteten Teil des Stromnetzes eine bis zu 100 Prozent gesteigerte Übertragungskapazität für Erneuerbare Energien möglich, ohne die Netzstabilität oder die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Flexible Netzanschlussverträge (FCAs – Flexible Connection Agreements) sind Vereinbarungen zwischen Netzbetreibern und Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen oder Speichern. Sie erlauben den schnellen Netzanschluss trotz Kapazitätsengpässen. Im Gegenzug für die beschleunigte Genehmigung akzeptieren Betreiber temporäre, transparente Leistungsbegrenzungen (z. B. Einspeisereduzierung zu Spitzenzeiten).

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Die HanseWerk-Gruppe

Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.

Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren über 100.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.

Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Schleswig-Holstein Netz

Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.

ECO STOR

Das Team der ECO STOR GmbH entwickelt, baut und betreibt deutschlandweit Batteriespeicher, die immer wieder Rekorde bei Leistung und Kapazität setzen. Damit liefert das deutsch-norwegische Unternehmen einen zentralen Baustein für das Gelingen der Energiewende: Dank ECO STOR wird es egal, wann Strom aus Erneuerbaren produziert wird. Mithilfe der Batteriespeicher wird grüne Energie bezahlbarer und berechenbarer. Als einziger Akteur in Deutschland deckt ECO STOR dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über Realisierung bis zum Betrieb ab. Ein starkes internationales Energiewende-Konsortium steht hinter ECO STOR, darunter der Entwickler erneuerbarer Energien X-ELIO sowie die auf den Sektor spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Nature Infrastructure Capital (NIC). Weitere Informationen zu ECO STOR finden Sie unter www.eco-stor.de


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