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Blog-Eintrag

Freie Bahn für die Autobahn A20: Wie eine Hochspannungsfreileitung im laufenden Betrieb umgelegt wird

Wie verlegt man eine Hochspannungsfreileitung, ohne dass Haushalte und Unternehmen von der Stromversorgung abgeschnitten werden? Über unser Projekt in Bad Segeberg erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag mehr.

Genau vor dieser Herausforderung steht Schleswig-Holstein Netz im Zuge des Weiterbaus der A20 bei Bad Segeberg. Um die notwendige Baufreiheit für die Autobahn zu schaffen, müssen zwei 110-kV-Freileitungen umgelegt werden. Die Versorgungssicherheit muss währenddessen jederzeit gewährleistet bleiben. Deshalb bleibt während der Verlegung immer eine Leitung eingeschaltet.
Hintergrund der Maßnahme ist der Bau der A20 im Abschnitt 3 zwischen Weede und Wittenborn. Die neue Trasse kreuzt zwei bestehende 110-kV-Freileitungen von Schleswig-Holstein Netz, die deshalb angepasst und verlegt werden müssen. Insgesamt werden rund 3,6 Kilometer Hochspannungsfreileitungen an die neue Trassenführung angepasst.
Wie bleibt die Stromversorgung gesichert?

Die betroffenen Freileitungen versorgen weiterhin Haushalte, Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen in der Region. Deshalb können sie nicht einfach abgeschaltet werden. Um die Versorgung während der Bauphase sicherzustellen, wird zunächst eine provisorische Leitungsführung errichtet. Über diese temporäre Infrastruktur wird der Strom übertragen, während die eigentlichen Umbauarbeiten an den neuen Maststandorten vonstattengehen.

Blick auf die Baustelle

Insgesamt werden sechs neue Maststandorte erbaut, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die 110 KV-Freileitung wird mithilfe eines Provisoriums, einem sogenannten CB-Gestänge, umgelegt. Hierbei übernimmt das Provisorium ein System der Bestandsleitung, die sogenannten Leiterseile. Sobald die neuen Maststandorte final errichtet sind, können die Leitungen an diese übergeben und umgelegt werden. Erst wenn die neuen Leitungen vollständig in Betrieb genommen wurden, beginnt der Rückbau der alten Hochspannungsmasten sowie des Provisoriums.
Nach Abschluss der Maßnahme sind die Freileitungen umgelegt, erhöht und technisch an die neue Situation angepasst.

Die Arbeiten haben bereits begonnen und werden voraussichtlich bis Mai 2027 andauern.

Artenschutz im Fokus
Neben den technischen Anforderungen spielen auch Umwelt- und Artenschutz eine wichtige Rolle. Bei den Arbeiten müssen die Lebensräume geschützter Tierarten berücksichtigt werden. Insbesondere der Schutz der Haselmaus sowie bedeutender Fledermausbestände stellt hohe Anforderungen an Planung und Bauausführung. Die Arbeiten erfolgen daher in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und durch Unterstützung der Umweltbaubegleitung.

Zusammenarbeit mit der DEGES

Schleswig-Holstein Netz stimmt die Arbeiten eng mit der DEGES ab. Als Projektgesellschaft verantwortet sie die Planung und Umsetzung des A20-Ausbaus und koordiniert die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure.

Unser Projektmanager Arne Bornholdt begleitet die Arbeiten vor Ort und nimmt euch im Video einmal mit:


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