Pressemitteilung -
Vorarbeiten für Wasserstoffleitung nach Brunsbüttel: SH Netz baut Erdgasleitungen im Kreis Steinburg neu
SH Netz bereitet das Erdgasnetz auf die Umstellung einer Hochdruckleitung auf Wasserstoff vor. Weitere Erdgasversorgung wird sichergestellt.
Der Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) plant, eine bestehende Hochdruck-Erdgasleitung zwischen Klein Offenseth-Sparrieshoop (Kreis Pinneberg) und Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) in das von der Bundesregierung geplante Wasserstoffkernnetz einzubringen. Die Umrüstung erfolgt in enger Absprache mit der Landesregierung Schleswig-Holsteins.
Mit dem Wasserstoff-Kernnetz sollen große Verbrauchs- und Erzeugungsregionen für Wasserstoff in Deutschland miteinander verbunden werden. Auch eine Anbindung von Schleswig-Holsteins größtem Industriegebiet in Brunsbüttel ist geplant. Dieses Kernnetz soll bis 2032 in Betrieb gehen.
SH Netz wird dafür seine Hochdruck-Erdgasleitung zwischen dem Verbindungspunkt mit dem Fernleitungsnetz in Klein Offenseth-Sparrieshoop und Brunsbüttel bis Ende 2029 von Erdgas auf Wasserstoff umstellen. Dadurch soll einerseits die Industrie in Brunsbüttel mit Wasserstoff versorgt werden. Andererseits soll durch die Umrüstung geplanten Groß-Elektrolyseuren in der Region ein Abtransport von Wasserstoff ermöglicht werden.
„Alle Kunden, die aktuell an dieser Hochdruckleitung angeschlossen sind, werden auch weiterhin durch SH Netz sicher mit Erdgas versorgt“, versichert Projektleiter Thomas Laabs. Dafür sind Bauarbeiten entlang der bestehenden Hochdruckleitung notwendig. Zum einen sind Neuverlegungen geplant, zum anderen Umschlüsse bestehender Leitungen. Eine neue Gasdruckregelstation wird ebenfalls errichtet.
„Mit diesen Arbeiten muss frühzeitig begonnen werden“, so Thomas Laabs. Im Bereich der Gemeinde Neuenbrook (Kreis Steinburg) sind dafür in diesem Jahr verschiedene Leitungsneulegungen erforderlich. Die Arbeiten erfolgen in Neuenbrook in offener Bauweise. Auf den Strecken von Dägeling nach Neuenbrook und von Rethwisch nach Hohenfelde kommt das Horizontal-Spülbohrverfahren zur Anwendung. Durch die neuen Leitungen soll eine Vermaschung des bereits vorhandenen Mitteldrucknetzes erreicht werden. Insgesamt werden für diese Vermaschung 15,9 Kilometer an Erdgasleitungen neu verlegt. Dafür investiert SH Netz mehrere Millionen Euro.
„Wir sind bemüht, die Einschränkungen aufgrund der Bauarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren“, sagt Thomas Laabs. „Für die im Bauablauf eventuell auftretenden Unannehmlichkeiten bitten wir schon im Vorfeld um Verständnis.“
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Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren mehrere zehntausend Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungsprojekten zur Energiewende, wie zum Beispiel im Norddeutschen Reallabor. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.
Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von rund 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
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Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.