Pressemitteilung —
Ursachenanalyse nach großem Stromausfall geht weiter
Spezialisten von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) haben in den letzten Tagen intensiv nach der Ursache für den großen Stromausfall gesucht. Hierbei wurden in den betroffenen Regionen die technischen Anlagen wie Maste, Leiterseile, Umspannwerke, Transformatoren, Überspannungsableiter sowie Ortsnetzstationen umfassend auf mögliche Schäden untersucht und deren Systemdaten analysiert.
SH Netz hat unter anderem Drohnen eingesetzt, festgestellte Beschädigungen an Netzbauteilen untersucht und die Stromflüsse und Spannungszustände während des Störungsereignisses über die Daten der Netzleitstelle analysiert. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass mehrere technische Umstände zusammengewirkt haben könnten. Die genaue Ursache und die Abfolge der Ereignisse sind jedoch weiterhin Gegenstand der Untersuchungen.
Aufgrund der hohen Komplexität des Themas sind weitere Analysen durch externe Gutachter erforderlich, um belastbare Erkenntnisse zu gewinnen. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand liegen keine konkreten Hinweise darauf vor, dass ein Anschlag oder eine ungewöhnlich hohe Einspeisung durch erneuerbare Energien ursächlich für das Störungsereignis war.
Schleswig-Holstein Netz
Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 31 Standorten in Schleswig-Holstein.
SH Netz hat als bereits mehr als 120.000 Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen, hinzu kommen mehr als 50.000 Batteriespeicher. Bis 2030 investiert das Unternehmen rund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau und die Effizienz des Stromnetzes. Damit wird es möglich, künftig noch mehr Energie aus Wind und Sonne in das Netz zu integrieren. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt mit intelligenten Ladelösungen die Elektrifizierung des Straßenverkehrs. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten wie beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.
SH Netz hat seine Standorte auf regenerative und biogene Energieträger umgestellt sowie die Elektromobilität in ihrer mehrere hundert Fahrzeuge umfassenden Flotte ausgebaut. Darüber hinaus setzt das Unternehmen fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung des Strom- und Gasnetzbetriebs um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.